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Von Remscheid und Solingen bis nach Sydney und Tokyo – warum Recycling in Deutschland und weltweit immer wichtiger wird

Wahre Schätze wandern jedes Jahr in den Abfall. Mit jedem Gegenstand werfen wir auch wichtige Rohstoffe und Wertstoffe weg, die größtenteils wiederverwertet werden können. Als Bundesbürger sind wir nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sogar dazu verpflichtet, Müll zu trennen, um so die Wieder- und Weiterverwertung zu gewährleisten. Aus umwelttechnischen Gesichtspunkten wird die Wiederverwertung unserer Rohstoffe immer notwendiger, doch auch wirtschaftliche Gründe sprechen klar für das Recyceln. Dies trifft auch und vor allem auf Baustoffe zu. Wir von der Rudolf Ernenputsch GmbH & Co.KG erläutern Ihnen in diesem Artikel, warum.

Was sind die Vorteile für die Umwelt?

Bauabfälle werden bei uns in Deutschland ordnungsgemäß in der Regel auf Deponien entsorgt, die sich natürlich immer weiter füllen. Dieser Platz ist begrenzt und allein schon aus diesem Grund muss über Alternativen zur finalen Deponierung nachgedacht werden. Auch birgt das Deponieren je nach Material und Art der Lagerung mehr oder weniger große Risiken für Boden und Grundwasser.

Das Recycling von Baumaterial kann große Mengen an Energie einsparen. Gerade bei Ressourcen mit endlichem Vorkommen wird die Förderung immer aufwendiger und muss mit immer mehr Energieaufwand betrieben werden. Dies betrifft Förderung wie Transport gleichermaßen. Aber auch die Extraktion der abgebauten Rohstoffe wird stetig energieintensiver, wenn beispielsweise immer weniger reine Materialien gefördert werden können.

Recyceln spart Ressourcen und entlastet potenzielle Abbaugebiete. Alle Ressourcen, die wir bereits unserem Planeten entnommen haben, sind äußerst wertvoll. Ressourcen schonen bedeutet den Planeten schonen. Dabei ist es mitunter zweitrangig, ob es sich um nachwachsende Rohstoffe wie Holz oder um endliche wie Metall handelt. Oft sind Förderung und Produktion mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden. Das kann großflächige Rodung oder auch irreversible Verschmutzung von Böden und Grundwasser bedeuten. Zudem versiegen Quellen und neue müssen meist weit aufwendiger und mit größerer Belastung für die Umwelt erschlossen werden.

Welche wirtschaftlichen Vorteile bringt Recycling?

Unternehmen können erhebliche Summen bei der Entsorgung von Bauabfällen einsparen, die mit geringem Aufwand wiederverwertet werden können. Das Recycling von Materialien reduziert zum einen nicht unerhebliche Entsorgungs- und Transportkosten des Abfalls, denn die Entsorgung von recycelbaren Materialien kostet an sich meist auch viel weniger.

Verknappung und Verteuerung der Rohstoffe wird gebremst. Knapper werdende Ressourcen werden bei gleichbleibender oder gar steigender Nachfrage auf dem Weltmarkt teurer. Selbst Rohstoffe mit scheinbar unerschöpflichem Vorkommen werden immer seltener, wie aktuell anhand des Beispiels Sand zu spüren ist. So ist Bausand mittlerweile auf dem gesamten Globus knapp, gleichzeitig durch den weltweiten Bauboom aber enorm begehrt. Solche Rohstoffe steigen zum einen durch die erhöhte Nachfrage in ihrem Marktwert, zum anderen wird aber auch die Förderung aufwendiger und damit teurer, was sich dann wiederum auf den Handelspreis auswirkt.

Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen kann zu einem Wettbewerbsvorteil führen. Neben der steigenden Verantwortung von Unternehmen, mehr auf umweltschonende Produktion zu achten, nimmt auch das Umweltbewusstsein der Bürger zu. Dies kann sich in Kaufentscheidungen oder bei der Wahl von bestimmten Services ausdrücken. Ein umweltbewusstes Unternehmen, das Wert auf Recycling legt, setzt ein sichtbares Zeichen in puncto Umweltschutz. So werden auch Kunden angesprochen, die bei ihrer Kaufentscheidung Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt berücksichtigen.

Welche Baumaterialien können denn überhaupt sinnvoll recycelt werden?

Natürlich können nicht alle Materialien recycelt werden. Zudem hängt auch viel davon ab, ob und wie einzelne Materialien verbaut und/ oder wieder getrennt werden können. Dies gestaltet sich bei Verbundstoffen beispielsweise oftmals schwer. Grundsätzlich lassen sich aber die folgenden häufig verwendeten Stoffe gut recyceln:

  • Metall: Aluminium, Kupfer oder Stahl können auf Schrottplätzen wiederverwendet werden. Stahl weist laut Bundesumweltamt (Stand 2015) in Deutschland mit 92 Prozent übrigens die höchste Recyclingquote auf.
  • Holz: Unbehandeltes sowie sauberes Holz kann relativ einfach zerkleinert und gemahlen werden, um so für Holzwerkstoff, Mulch oder Brennstoff wiederverwendet zu werden.
  • Papier: Dieses Material lässt sich in der Regel relativ einfach recyceln. Laut Umweltbundesamt stammte 2017 rund 75 Prozent der inländischen Papierherstellung aus Altpapier.
  • Beton: Beton ist ein Baustoff, der in der Produktion einen hohen CO2-Austoß mit sich bringt, dafür aber sehr gut recycelt werden kann. In der Praxis ist Beton auch eines der am häufigsten wiederverwerteten Baumaterialien.
  • Asphalt: Direkte Wiederverwertung von Asphaltresten spart enorm viel Energie.
  • Glas: Fenster oder auch bestimmte Fliesen können relativ einfach wieder eingeschmolzen und weiterverarbeitete werden.
  • Gips: Dieses Material kann für die Herstellung neuer Trockenbauwände erneut verwendet werden. Aber auch zur Zementherstellung und in der Landwirtschaft kommt recycelter Gipsabfall zum Einsatz.

Auch wenn Recycling nicht immer einfach oder gar möglich erscheint, ist es lohnend, sich mit diesem Thema im Unternehmen aus unterschiedlichsten Gründen zu befassen. Baustoffe werden immer teurer, Ressourcen schwinden immer schneller. Die Umwelt dankt es mit jedem recycelten Material – und die Geldbörse ebenfalls.