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Die Mythen um den Abfall – die 5 häufigsten Fragen rund um die Müllentsorgung

In vielen Haushalten in Deutschland ist es inzwischen absolut selbstverständlich, den Müll zu trennen. Auch im öffentlichen Raum hat sich die Mülltrennung durchgesetzt und gehört inzwischen zum Alltag. Doch trennen Sie eigentlich Ihren Müll richtig? Wir, die Rudolf Ernenputsch GmbH & Co.KG aus dem Raum Remscheid und Solingen haben für Sie die größten Mythen rund um die Abfalltrennung zusammengestellt.

Mülltonnen zur Mülltrennung
© adobeStock/eyetronic

 

1. Biomüll – darf dieser auch im Restmüll entsorgt werden?

Wenn Sie keine Biotonne haben, dürfen Sie Ihren Biomüll mit dem Restmüll entsorgen – es gibt keine Vorschriften, die das verbieten. Jedoch sind Küchen- und Gartenabfälle recycelbar und werden zu Dünger, Pflanzenerde und sogar in Biogasanlagen zu Energie weiterverarbeitet. Im Sinne der Umwelt ist es demnach sehr sinnvoll, den Biomüll gesondert zu entsorgen. Hierfür stehen meist Biotonnen zur Verfügung oder Sie legen sich einen Komposter zu.

2. Einweg- und Mehrwegpfand – sinnvolles System?

Laut den Statistiken hat die Einführung des Einweg- und Mehrwegsystems für Flaschen definitiv funktioniert. Mehr als 95 Prozent der gekauften PET-Flaschen werden beispielsweise wieder in den Geschäften abgegeben. Sicherlich liegt dies größtenteils an den 25 Cent, die als Einwegpfand für Dosen und PET-Flaschen bei Rückgabe zurückerstattet werden. Der finanzielle Anreiz funktioniert zudem auch beim Mehrwegflaschenpfandsystem. Die Rückgabequote ist ähnlich hoch wie bei Einwegpfandflaschen und -dosen, auch wenn die Pfandgebühr wesentlich geringer ist. Der Vorteil am Mehrwegpfandsystem ist, dass so neben Ressourcen auch Energie gespart wird, da weniger neue Flaschen produziert werden müssen. Die PET-Flaschen im Einwegsystem können durch das Sammeln zu weiteren Plastikprodukten weiterverarbeitet werden.

3. Wohin mit Elektrogeräten?

Da Elektrogeräte Schadstoffe wie Flammschutzmittel enthalten können, dürfen Sie diese nicht im Hausmüll entsorgen. Wie bei Batterien gibt es Sammelstellen für Elektroschrott, wo Sie diesen abgeben können. Es gibt zudem zertifizierte Anbieter, bei denen Sie Ihre alten Handys und Computer zum Verkauf anbieten können. Für die Produktion dieser Geräte werden nämlich wichtige Rohstoffe wie Gold, Silber, Palladium und Kobalt verwendet, die durch ein Recyclingverfahren extrahiert und so wiederverwendet werden können.

Mülldeponie
© adobeStock/hiv360

 

4. Müllverbrennungsanlagen schlecht für die Umwelt?

Müllverbrennungsanlagen verhindern vor allem, dass der Müll auf Deponien gelagert werden muss und so Methan freigesetzt wird, welches klimaschädlich ist. Zudem wird durch die Verbrennung Energie gewonnen, die ins Strom- und Fernwärmenetz eingespeist wird. So muss weniger Öl oder Gas für die Energie zur Stromversorgung genutzt werden, was wiederum Ressourcen spart. Durch die Verbrennung von Müll konnten seit den 90er Jahren die Methanemissionen von Mülldeponien drastisch gesenkt werden. In Kombination mit den geringeren Kosten für die Produktion von Energie beziehungsweise Strom sind Müllverbrennungsanlagen somit eine gute Alternative zu herkömmlicher Stromproduktion und durchaus umweltfreundlich.

5. Mülltrennung – wirklich so effektiv, wie immer behauptet wird?

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) verpflichtet jeden Verbraucher dazu, seinen Müll zu trennen. Sie als Verbraucher sind dazu angehalten, Plastik, Papier und Glas getrennt zu entsorgen:

  • Plastik in die Gelbe Tonne
  • Papier in die blaue Papiertonne
  • Glas in Glascontainer

Darüber hinaus setzt das Pfandsystem auf Einwegflaschen und Mehrwegflaschen einen Anreiz, diese in Pfandabnahmestellen abzugeben, um so das Recycling zu vereinfachen.

Doch ist dieses System wirklich so effektiv und schont die Umwelt? Diese Frage lässt sich im Hinblick auf die Recyclingstatistiken mit einem klaren Ja beantworten. Die Recycling-Quote liegt beispielsweise bei Altpapier und Glas in Deutschland bei über 80 Prozent. Das Altpapier wird in den Papierfabriken weiterverarbeitet und inzwischen stammt knapp 50 Prozent des Rohmaterials für die Papierverarbeitung aus recyceltem Altpapier. Insbesondere bei der Glasherstellung lohnt sich das Recycling, da das Glas ohne Qualitätsverlust wieder eingeschmolzen und zur Wiederverwertung genutzt werden kann.

Nur im Bereich des Plastikmülls streiten die Experten um die Sinnhaftigkeit. Das Recycling von Plastikartikeln ist relativ aufwendig und nur knapp die Hälfte des Plastikmülls wird wiederverwertet. Jedoch hat das Recycling in Deutschland auch dazu geführt, dass sich jeder mit dem Thema Müll deutlich intensiver auseinandersetzt. Gerade beim Thema Plastik hat es dazu geführt, zu hinterfragen, ob wirklich alle Artikel in Plastik verpackt sein müssen. Hier wird es in Zukunft sicherlich neue Konzepte geben, wie Plastikmüll reduziert werden kann und sich so beim Recyceln von Plastikmüll bessere Quoten erzielen lassen.