Gartenabfälle entsorgen: Was gehört in die Biotonne und was nicht?

Volle Biotonne, ungeleerte Tonne, mögliches Bußgeld: Viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer werfen unbewusst falsche Materialien in die Biotonne und riskieren damit genau das.

In der Biotonne landen darf ausschließlich unbehandelte organische Materie wie Rasenschnitt, Laub, Obst- und Gemüsereste sowie Kaffeefilter. Behandeltes Holz, Asche, Plastik und invasive Pflanzen wie Japanischer Knöterich gehören dort nicht hinein und müssen über andere Wege entsorgt werden.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, welche Materialien in die Biotonne gehören, welche Alternativen es gibt und wie Sie Gartenabfälle in der Region Wuppertal und Remscheid rechtssicher und umweltgerecht loswerden.

Inhaltsverzeichnis

Braune Tonne, gefüllt mit Herbstlaub
Oda Hoppe – stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • In die Biotonne gehören ausschließlich unbehandelte, natürliche Materialien wie Rasenschnitt, Laub, Obst- und Gemüsereste sowie Papierküchentücher.
  • Behandeltes Holz, Asche, Plastikbeutel und invasive Pflanzen sind in der Biotonne verboten und können zu Bußgeldern führen.
  • Wer zu viele Gartenabfälle hat, kann den Wertstoffhof, einen Grünschnittcontainer oder die Eigenkompostierung nutzen.
  • Illegale Ablagerungen im Wald oder an öffentlichen Plätzen sind strafbar und können mit Bußgeldern von mehreren Hundert Euro geahndet werden.
  • Für größere Mengen Grünschnitt und Gartenabfälle gibt es professionelle Entsorgungsdienstleister, die den Transport und die fachgerechte Verwertung übernehmen.

Was genau sind Gartenabfälle und warum ist das wichtiger als Sie denken?

Wer seinen Garten pflegt, produziert regelmäßig Mengen an organischem Material, die nicht einfach irgendwo „abgeladen“ werden können. Die rechtskonforme Entsorgung beginnt jedoch bereits bei einer Grundfrage: Was ist eigentlich ein Gartenabfall und was fällt unter den Begriff Grünschnitt?

Gartenabfall vs. Grünschnitt

Gartenabfall bezeichnet alle organischen Materialien, die bei der Gartenpflege anfallen, z. B. Rasenschnitt, Laub, Unkraut, Baum- und Strauchschnitt sowie abgestorbene Pflanzenteile. Grünschnitt ist eine Teilmenge davon und meint speziell das holzige oder pflanzliche Schnittgut aus Gehölzen, Hecken und Bäumen, also z. B. Äste, Zweige und Strauchschnitt. Beide Begriffe werden umgangssprachlich oft gleichgesetzt, sind aber nicht identisch.

Der Unterschied ist in der Praxis relevant, weil nicht alle Entsorgungswege für beide Materialarten geeignet sind. Feines organisches Material wie Laub oder Grasschnitt lässt sich gut über die Biotonne entsorgen. Gröberes Schnittgut aus Hecken und Bäumen hingegen gehört häufig in einen Grünschnittcontainer oder zum Wertstoffhof. Wer das nicht beachtet, riskiert eine abgelehnte Tonne oder zusätzliche Kosten.


Biotonne ja, Biotonne nein – so einfach ist die Faustregel

Die Biotonne nimmt ausschließlich unbehandelte, natürliche Materialien auf, die sich rückstandslos kompostieren lassen. Alles andere hat dort nichts verloren.

Erlaubt in der Biotonne:

  • Rasenschnitt und Heckenschnitt (in kleinen Mengen)
  • Laub und Blütenreste
  • Obst- und Gemüsereste (auch mit Schale)
  • Kaffeefilter und Teebeutel (ohne Metallklammer)
  • Eierschalen
  • Zimmerpflanzen und Blumenerde (in kleinen Mengen)
  • Papierküchentücher und Zeitungspapier (unbedruckt)

Verboten in der Biotonne:

  • behandeltes oder lackiertes Holz
  • Asche aus Kaminen oder Grills
  • Plastiktüten (auch solche mit Biosiegel)
  • invasive Pflanzen wie Japanischer Knöterich oder Riesenbärenklau
  • Fleisch, Fisch und Knochen
  • Windeln und Hygieneartikel
  • Erde in großen Mengen

Invasive Pflanzen sind ein Sonderfall: Sie dürfen nicht in die Biotonne, weil sich ihre Samen oder Rhizome in der Kompostierung weiter ausbreiten und heimische Ökosysteme schädigen können.


Wenn die Biotonne nicht reicht: Diese Alternativen gibt es

Nach einem großen Rückschnitt oder der Herbstbepflanzung entsteht schnell mehr Material, als die Biotonne aufnehmen kann. Die Übersicht zeigt, welcher Entsorgungsweg am besten passt:

Entsorgungs­wegGeeignet fürKosten
BiotonneRasenschnitt, Laub, Küchenabfällekostenlos (im Rahmen der Abfallgebühr)
WertstoffhofGrünschnitt, Äste, größere Mengenmeist kostenlos bis zu bestimmten Mengen
Grünschnittcontainergroße Mengen Grünschnitt, Hecken- und Baumschnittkostenpflichtig (je nach Anbieter)
Eigenkompostierungunbehandeltes organisches Materialkostenlos
Entsorgungsdienstleisteralle Gartenabfälle, auch Sondermengenkostenpflichtig

Entsorgungswege für Gartenabfälle im Überblick: Eignung und anfallende Kosten

Die Eigenkompostierung ist eine nachhaltige Option für Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer mit ausreichend Platz. Wichtig: Auch auf dem eigenen Kompost haben invasive Pflanzen nichts zu suchen. Größere Mengen Gartenabfälle lassen sich am unkompliziertesten über einen professionellen Entsorgungsdienstleister aus der Region abwickeln, der Transport und Verwertung übernimmt.


Achtung Bußgeld: Was passiert, wenn Gartenabfälle illegal entsorgt werden?

Das Abladen von Gartenabfällen im Wald, auf Feldwegen, an Straßenrändern oder auf öffentlichen Flächen ist in Deutschland keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Umweltstraftat. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sowie das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verbieten das ausdrücklich. Je nach Bundesland und Menge können Bußgelder von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Euro verhängt werden.

Auch das scheinbar harmlose Entsorgen von Rasenschnitt am Waldrand fällt darunter. Denn organische Materialien können das Bodengefüge und die heimische Flora nachhaltig verändern. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, nutzt die zugelassenen Entsorgungswege und holt im Zweifel fachlichen Rat ein.


FAQ

Darf ich Gartenabfälle vom Nachbarn mit in meiner Biotonne entsorgen?

Die Biotonne ist grundsätzlich nur für den eigenen Haushalt vorgesehen. Das Mitentsorgen von Gartenabfällen anderer Personen ist in den meisten Kommunen nicht erlaubt und kann bei Kontrollen zu Problemen führen.

Was passiert, wenn ich falsche Abfälle in die Biotonne werfe?

Enthält die Biotonne Fremdstoffe wie Plastik, Asche oder behandeltes Holz, wird sie vom Entsorgungsunternehmen häufig nicht geleert. In wiederholten Fällen drohen Verwarnungen oder zusätzliche Gebühren.

Nimmt der Wertstoffhof auch invasive Pflanzen wie Japanischen Knöterich an?

Ja, die meisten Wertstoffhöfe nehmen invasive Pflanzen gesondert entgegen. Sie sollten jedoch nicht lose angeliefert werden, sondern möglichst in verschlossenen Säcken, damit sich Samen und Rhizome nicht unkontrolliert ausbreiten.

Kann ich Gartenabfälle auch selbst kompostieren statt zu entsorgen?

Unbehandeltes organisches Material wie Rasenschnitt, Laub und Gemüsereste lässt sich hervorragend selbst kompostieren. Invasive Pflanzen, krankes Pflanzenmaterial und behandeltes Holz gehören hingegen nicht auf den Kompost.

Wie oft wird die Biotonne in Wuppertal und Remscheid geleert?

In Wuppertal erfolgt die Leerung der Biotonne in der Regel alle zwei Wochen, in Remscheid ebenfalls im 14-tägigen Rhythmus. In den Sommermonaten kann die Leerungsfrequenz erhöht werden. Aktuelle Abfuhrpläne finden Sie bei den jeweiligen kommunalen Entsorgungsbetrieben.


So entsorgen Sie Ihre Gartenabfälle richtig und schonen dabei die Umwelt

  • Trennen Sie Gartenabfälle konsequent: Feines organisches Material gehört in die Biotonne, grobes Schnittgut zum Wertstoffhof oder in einen Grünschnittcontainer.
  • Invasive Pflanzen wie Japanischer Knöterich niemals in die Biotonne oder auf den Kompost geben, sondern gesondert entsorgen.
  • Nutzen Sie die Eigenkompostierung für unbehandeltes organisches Material und schließen Sie so den natürlichen Kreislauf.
  • Vermeiden Sie illegale Ablagerungen konsequent: Das Abstellen von Gartenabfällen im öffentlichen Raum ist strafbar und schadet der Umwelt.
  • Bei größeren Mengen frühzeitig Entsorgungsdienstleisterinnen und Entsorgungsdienstleister beauftragen, um Engpässe zu vermeiden.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb unterstützen wir von Rudolf Ernenputsch GmbH & Co.KG Privatpersonen und Gewerbebetriebe in Wuppertal, Remscheid und der gesamten Region bei der fachgerechten Entsorgung von Gartenabfällen aller Art. Mit unseren Grünschnittcontainern und unserem Transportservice sorgen wir dafür, dass Ihre Gartenabfälle umweltgerecht und termingerecht verwertet werden. Sprechen Sie uns an und lassen Sie uns gemeinsam die passende Lösung für Ihren Bedarf finden.